Schön in schwarz/weiß - BUTIQ – Feinwaren
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BUTIQ FEINWAREN

Schön in schwarz/weiß

 

Anna Becker aus Schwetzingen gestaltet seit gut zwei Jahren unter dem Label „frjor“ wunderschöne Porzellanschalen. Ausschließlich schwarz-weiß bedruckt, erfreuen sich die Schalen – insbesondere in der Region – immer größerer Bekanntheit. Große Magazine wie „Schöner Wohnen“, „Vogue“ und „AD – Architectural Digest“ haben bereits über Frjor berichtet. Anna hat in Mannheim Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Illustration studiert. Nach einem kurzen Abstecher in einer großen regionalen Agentur, hat sie entschieden sich mit ihrem Label selbstständig zu machen. Wir haben Anna getroffen und einige Fragen gestellt.

Anna, was genau ist frjor und was hast du vor der Gründung deiner eigenen Marke gemacht?

frjor habe ich vor fast genau einem Jahr gegründet. Es ging mir darum, anzufangen. Etwas anzupacken und umzusetzen. Es gibt immer Hürden von denen man sich abhalten lässt. Die gab es auch. Das kostet natürlich sehr viel Kraft und Glaube an sich selbst, aber es kann Unglaubliches zurückkommen, das lässt wachsen. Ein sehr schöner „Nebeneffekt“ meiner Arbeit ist, dass ich schon ein paar Menschen motivieren konnte ihre Ideen umzusetzen. Inspiriert hat mich, einfach anzufangen, ein Aufenthalt in Island. Da ist es ganz normal Kunst zu machen, nicht nur als Künstler oder Designer. Es wäre schön, wenn frjor Produkte die Menschen dazu anhalten könnten selbst zu variieren, zu spielen, sie Freude an den unterschiedlichen Kombinationsmöglichkeiten finden könnten.

frjor, isländisch: ideenreich, fruchtbar

frjor Designstücke werden durch eigene Kreativität in die persönliche Umgebung eingebunden. Sie schaffen Einzigartigkeit und Vielfalt in ihrer Kombination und Verwendung. frjor ist ein individuelles Designwerk.

Ich habe in Mannheim Kommunikationsdesign studiert / Diplom im Jahr 2000. Dann hatte ich meinen ersten Job bei Kuehlhaus AG. Damals waren sie noch in Weinheim und ganz klein. Mittlerweile zu einer doch großen, renommierten Agentur gewachsen. Wir haben auch immer noch Kontakt. Christian Fernandez, einer der Chefs wird z.B. meine Webseite überarbeiten, …

Ich arbeite seit ca.10 Jahren selbständig als Designerin. Neben frjor mache ich das auch immer noch. Schwerpunkte meiner Arbeit sind Coporate Designs und Illustration. Seit frjor habe ich auch die Fotografie entdeckt. Alle Fotos mache ich selbst. Es macht mir großen Spaß Konzepte zu entwickeln, Dinge mal anders anzugehen, anders zu visualisieren, ideenreich zu arbeiten. Für Interior hatte ich schon immer ein großes Faible. Einrichten ist für mich ebenso ein sehr kreativer Prozess, der immer im Fluss bleiben sollte.

Wo findest du Inspiration für die Muster und warum „nur“ schwarz-weiß?

Ich mag es sehr schlicht und reduziert. Die Muster auf dem Porzellan sollten dominieren, deshalb wollte ich die Farbe zurücknehmen, das Design sollte plakativ im Vordergrund stehen. Inspiriert bin ich immer von unterschiedlichen Designepochen. Ich mag einfaches Design, das auf den Punkt gestaltet ist.

Du produzierst in Deutschland. Woher stammen die Schalen und wie kommt der Druck auf die Schalen und Plates?

Die Schalen produziere ich mit einem Enkel von Rosenthal, welch eine Ehre. Die Plates werden von der Bayreuther Porzellanfabrik Walküre gefertigt. Beides sind Unternehmen, die super und zuverlässig arbeiten. Man muss immer viel miteinander reden, bis alles auf den Weg gebracht ist, da spielt auch Sympathie eine große Rolle. Made in Germany war mir wichtig. Ich denke das hat immer Zukunft.

frjor_exhibition

Sind weitere Produkte in Zukunft geplant und wenn ja, welche Art von Produkten könnten das sein?

Als nächstes kommen die Plates in den Handel. Da freue ich mich schon sehr drauf ! Auch hier bin ich sehr froh über die Zusammenarbeit mit den Zeitschriften, die Plates werden in den nächsten Monaten wieder veröffentlicht.

Als folgendes Produkt möchte ich meine Zeichnungen: Tusche und Marker in Form von Kunstdrucken umsetzten. Auch in schwarz/weiss. Mit Fotografie und Einrichtungsberatung würde ich auch noch gerne etwas machen. Das hört sich bestimmt nach vielen unterschiedlichen Kanälen an, ist es aber gar nicht. Kreativität muss nicht an ein Medium gebunden sein – ganz im Gegenteil!

Und – Ja – ich möchte noch einiges auf den Weg bringen. Was genau noch kommt, kann ich noch nicht sagen, hoffentlich schöne Design Produkte. Ein neues Produkt bedarf immer viel Entwicklung, Zeit und Kraft und ist auch immer ein Risiko. Große Unternehmen machen Studien, um zu wissen, was die Kunden wollen. Ich muss es aus dem Bauch machen und überlege immer was ich selbst kaufen würde.

Deine Produkte wird es auch bei BUTIQ geben. Wo sonst verkaufst du deine Produkte?

frjor ist mittlerweile in der Schweiz, Österreich, UK, Monaco, Frankreich und deutschlandweit vertreten. Es sind aber immer kleine Designläden.

Immer wieder stolpern wir über deine Schalen in angesagten Online- und Print-Publikationen. Aktuell machst du noch alles alleine. Für uns sieht das nach furchtbar viel Arbeit aus. Woher kommt der Erfolg und wie planst du die weitere Entwicklung von Frjor?

Oh ja, es ist enorm viel zu tun. Nichts kommt einfach zugeflogen. Aber ich liebe meine Arbeit sehr und habe gern mit Menschen zu tun. Bin immer begeistert. Ich glaube, das ist auch das, was die Menschen spüren.

Es gibt mir immer die Kraft weiter zu machen, wenn andere meine Begeisterung teilen. Ob es Designzeitschriften sind oder Menschen, die frjor gesehen oder gekauft haben. Die weitere Entwicklung von frjor wird sich in den nächsten 1 bis 2 Jahren zeigen. Es gibt viele Ideen. Ob alles so klappt, weiß ich nicht –aber man sollte es immer versuchen!

Dankeschön!


www.frjor.com

Datum

September 09, 2015

Kategorie
BRANDS, PEOPLE, STORIES
Tags
brands, design, interview, makers, people